[Frankfurt am Main] Die Stadt Frankfurt hat das Spiel- und Freizeitgelände in Fechenheim weiter aufgewertet. Der Spielplatz erhält ein Systemmodul als neue öffentliche Toilette und einen Trinkbrunnen. Es handelt sich um einen weiteren Schritt hin zu mehr Lebensqualität im Stadtteil. Bereits 2023 wurde das Gelände aus Mitteln des Städtebauförderprogramms „Lebendige Zentren“ neugestaltet und 2024 eröffnet.
Systemmodule haben sich in Frankfurt bereits an mehreren Standorten bewährt, etwa im Bethmannpark oder im Hafenpark. Gebaut aus hochwertigem Edelstahl, erfüllen sie alle hygienischen Standards und bieten hohen Schutz gegen Vandalismus.
Das alte Toilettenhäuschen auf dem Gelände ließ sich in der bisherigen Form nicht mehr reaktivieren. Es entsprach nicht den heutigen Anforderungen an Hygiene und Betrieb. Das Fehlen einer Toilette führte zu unangenehmen Begleiterscheinungen. In der Spielsaison 2025 wurde deshalb zur Abhilfe zunächst eine barrierefreie Komposttoilette aufgestellt.
Ab Ende März wird sich die Situation nun nochmals deutlich verbessern und noch vor Ostern in Betrieb gehen
In den vergangenen Wochen wurde das moderne Toilettenmodul baulich in das Bestandsgebäude integriert und somit ein zeitgemäßer Standard hergestellt. Es verfügt über eine barrierefreie Toilette, einen Waschtisch, einen Wickeltisch und ein Urinal. Mit einer zusätzlichen Toilette mit niedrigem Kindersitz wurden auch die Bedürfnisse der kleinsten Spielplatzbesucher berücksichtigt. Der Zugang zu dieser Familientoilette ist barrierefrei und besitzt eine rollstuhlgerechte Breite.
Alle Funktionen sind elektronisch steuerbar, die Öffnungs- und Schließzeiten können programmiert und jederzeit an Bedürfnisse des Standortes angepasst werden.
Neuer Trinkwasserbrunnen an den Picknickbänken (c) Stadtplanungsamt Stadt Frankfurt
Vor dem Einbau des Toilettenmoduls waren noch bauliche Anpassungen am Gebäude sowie Erneuerungen der Leitungen und Elektrik erforderlich. Damit war es gleichzeitig möglich, auch den vielfach gewünschten Trinkbrunnen zu realisieren. Er wurde in Gebäudenähe am Kleinkindbereich mit den Picknickbänken aufgestellt.
An der Realisierung des Projekts haben das Amt für Bau und Immobilien, die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES), das Klimareferat, Grünflächenamt sowie Stadtplanungsamt mitgewirkt. Der Einbau von WC-Modul und Trinkbrunnen wurde über die FES koordiniert, sie ist auch mit dem Betrieb und der Wartung der Toilette beauftragt.
Die Unterhaltung des Trinkbrunnens ist Aufgabe des Klimareferats; für die Verwaltung des Gebäudes ist zukünftig das Amt für Bau und Immobilien verantwortlich. Die Gesamtkosten betragen rund 270.000 Euro. Die neue Toilette wurde aus Städtebaufördermitteln finanziert, für den Trinkbrunnen kam das Klimareferat auf.
Quelle: Stadt Frankfurt
Kommentar
Futuristische Ästhetik für öffentliche, stark frequentierte Orte
Die neue Toilette zeigt ein klares funktionales Design mit vandalismussicheren Materialien hinter massiven Türen: Kaltblanker Edelstahl, automatische Elemente mit verdeckter Technik und eine barrierefreie Ausstattung - nicht gemütlich, aber robust und auf maximale Möglichkeiten für Sauberkaut ausgelegt. Alles wirkt wie eine Mischung aus Raumschiff, Labor und Hochsicherheitszelle.
So what. Ob man da sein Kind alleine hineinschicken möchte, ist fraglich.
Es gibt übrigens Alternativen zu solchen steril wirkenden Edelstahlkabinen. Öffentliche Toiletten müssen nicht unbedingt wie Laborräume aussehen. Viele Kommunen zeigen, dass es auch im freundlichen Look geht.
Quelle: Brigitta Möllermann, HESSENMAGAZIN.de





















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