[Welt] Reporter ohne Grenzen (RSF) warnt vor einer weltweiten Zunahme von Deepfakes <-KLICK , die gezielt gegen Journalistinnen und Journalisten eingesetzt werden. Zwischen Dezember 2023 und Dezember 2025 wurden hundert Fälle in 27 Ländern dokumentiert, wobei die tatsächliche Zahl deutlich höher liegen dürfte. Die Manipulationen reichen von gefälschten politischen Aussagen über missbräuchlich verwendete Marken und Logos bis hin zu fingierten Produktempfehlungen. Auch deutsche Medienschaffende wie Susanne Daubner, Jens Riewa, Tina Gerhäusser und Sandra Maischberger waren betroffen.
Susanne Daubner und Jens Riewa (Tagesschau): Ihre Stimmen wurden imitiert, um Videos zu erstellen, die politische Desinformation enthalten. Ihnen wurden Aussagen in den Mund gelegt wie „Wir haben euch seit mehr als drei Jahren dreist belogen“ oder eine Entschuldigung dafür, „die öffentliche Meinung zum Krieg in der Ukraine aktiv manipuliert zu haben“.
Tina Gerhäusser (Deutsche Welle): In einem KI-generierten Video wurde sie mit Eckart von Hirschhausen gezeigt, um für ein angeblich „wundersames“ Medizinprodukt zu werben. In dem Video wird zudem das Logo der Deutschen Welle missbräuchlich genutzt.
Sandra Maischberger (ARD): Ihr Bild und eine angebliche persönliche Empfehlung wurden in gefälschten Online-Werbeanzeigen für gefälschte Krypto-Investments und Nahrungsergänzungsmittel gegen Bluthochdruck verwendet.
Die Folgen sind erheblich: Betroffene berichten von digitaler Hetze, psychischer Belastung und realen Einschränkungen im Berufsalltag. Selbst öffentliche Richtigstellungen können die Wirkung der Fälschungen oft nicht mehr vollständig eindämmen. Besonders gravierend ist der geschlechtsspezifische Aspekt, denn ein Großteil der Opfer sind Frauen, viele davon Ziel sexualisierter oder pornografischer Deepfakes.
RSF kritisiert, dass Plattformen zwar einzelne Inhalte löschen, identische oder leicht veränderte Versionen jedoch immer wieder auftauchen und Täter meist straflos bleiben. Der bestehende rechtliche Rahmen reiche nicht aus, um Journalistinnen, Journalisten und die Öffentlichkeit wirksam zu schützen.
Deshalb fordert die Organisation klare Regeln für die Kennzeichnung von KI-generierten Inhalten, verlässliche Authentifizierungsmechanismen und einen eigenen Straftatbestand für böswillige Deepfakes, um die Pressefreiheit und das Vertrauen in Medien langfristig zu sichern.
Quelle Text: Reporter ohne Grenzen (RSF), www.reporter-ohne-grenzen.de





















180.jpg)










