[Hessen und Drumherum] Kräuter der Provence geben Gerichten eine mediterrane Note. Auf den Tellern landet allerdings noch mehr: Alle 23 getesteten Kräutermischungen sind laut ÖKO-TEST mit Mineralölbestandteilen belastet. In einigen stecken zudem ganze Pestizid-Cocktails. Nur fünf Gewürzmischungen sind „gut“, darunter neun Bio-Produkte.
In allen Produkten im Test hat das von ÖKO-TEST beauftragte Labor Verunreinigungen mit gesättigten Mineralölkohlenwasserstoffen (MOSH) nachgewiesen, die ÖKO-TEST als „erhöht“ oder „stark erhöht“ einstuft. MOSH sind eine Gruppe von Verbindungen, die sich im menschlichen Fettgewebe, in Leber, Milz oder Lymphknoten anreichern und als eine der größten Verunreinigungen im menschlichen Körper gelten. Was sie dort anrichten, ist noch unklar.
Daneben stecken in sämtlichen Kräuter- und Gewürzmischungen aus konventionellem Anbau Spuren von mindestens zwei unterschiedlichen Spritzmitteln. Den Rekord halten dabei die Kräuter der Marke Ankerkraut mit einem Pestizid-Cocktail aus zehn Pestizid-Spuren.
Solche Mehrfachbelastungen sieht ÖKO-TEST kritisch, da die Wechselwirkungen zwischen den unterschiedlichen Wirkstoffen noch nicht ausreichend erforscht sind. Es steht beispielsweise ein möglicher Zusammenhang mit Parkinson im Raum.
Unter den gefundenen Pestiziden im Test befinden sich auch solche, die ÖKO-TEST als „besonders bedenklich“ einordnet, weil sie unter Krebsverdacht stehen oder als wahrscheinlich reproduktionstoxisch beim Menschen eingestuft sind.
Gemeinsam mit den Kania Kräuter der Provence erhält das getestete Ankerkraut-Produkt das Testurteil „ungenügend“. Fünf Kräutermischungen aus biologischem Anbau kann ÖKO-TEST mit der Note „gut“ empfehlen.
Quelle Text und mehr: oekotest.de





















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