Symbolbild: Sonnenaufgang im Vogelsberg heute um 6:30 Uhr (c) HESSENMAGAZIN.de
[Hier und jetzt] Seit Jahren ist bekannt, dass wir Menschen dabei sind, unsere Lebensgrundlagen zu zerstören. Die Veränderungen und Auswirkungen zeigen sich längst in nahezu allen Ökosystemen. Temperaturen nehmen zu, was zur Eisschmelze bei Gletschern und dem arktischen Meereis führt und den Meersspiegel ansteigen lässt. Gleichzeitig weiten sich Wetterextreme mit Hitzewellen, Dürren, Starkregen und Überschwemmungen aus. Während nützliche Bestäuber-Insekten aussterben, Wälder brennen und zu viele alte und kranke Leute an Hitzschlag sterben, gibt es weiterhin keine klaren Maßnahmen der Regierung zur Klimaanpassung.
Der Klimawandel hat in diesem Sommer erkennbar Fahrt aufgenommen. Doch die Reißleine wird nicht gezogen, obwohl Stimmen laut werden:
- siehe z. B. Kritik an Kabinettsklausur in Neuhardenberg der DUH <-KLICK
- sowie Proteste und Forderungen u. a. von Greenpeace und BUND <-KLICK.
Klimaanpassung bedeutet: Wir können die Erderwärmung nicht mehr verhindern, also müssen wir unsere Lebensräume so umbauen, dass Menschen, Städte, Landwirtschaft und Infrastruktur trotz extremer Hitze, Trockenheit und Starkregen funktionsfähig bleiben.
Für uns hier unten heißt das: Schutz vor Schäden, die bereits eintreten.
Klimaanpassung umfasst drei Ebenen, die ineinandergreifen
Erstens die physische Ebene: Hitze, Wasser, Böden, Vegetation. Städte müssen kühlen, Wasser speichern, Flächen entsiegeln, Grün erhalten und neue Grünräume schaffen. Das ist die Logik der "Schwammstadt".
Zweitens die soziale Ebene: Gesundheitsschutz, Katastrophenschutz, Versorgungssicherheit. Hitzepläne, Notfallkonzepte, Warnsysteme und medizinische Vorsorge gehören dazu.
Drittens die strukturelle Ebene: Gesetze, Zuständigkeiten, Finanzierung. Kommunen tragen die Hauptlast, aber Geld und rechtliche Rahmen kommen von Bund und Ländern. Genau hier entstehen die Verzögerungen, die auffallen.
Klimaanpassung ist kein „Projekt“, sondern ein dauerhafter Umbau
Dazu gehören Entsiegelung, Stadtbäume, Wasserrückhalt, neue Bauvorschriften, andere Landwirtschaft, andere Verkehrsflächen.
UND eine Verwaltung, die schneller arbeitet sowie wache Politik, die Prioritäten neu setzt.
Doch Anpassung ist teuer, lokal und politisch wenig glamourös.
Deshalb wird sie oft verschoben, obwohl sie überlebenswichtig ist.
Um Menschenleben, Infrastruktur und Natur zu schützen, braucht es also klare Zuständigkeiten, Geld und Tempo!
Doch unsere Politker bremsen mit Verfahren, Zuständigkeiten und Interessenkonflikten. So wirkt es, als sei man "unten" ausgeliefert, während "oben" endlos beraten wird.
Demokratische Systeme haben zwar absichtlich eingebaute Korrekturmechanismen: Öffentlichkeit, kommunale Beschlüsse, Landesdruck, Bundesprogramme, gerichtliche Entscheidungen.
Aber Klimaanpassung ist kein Gnadenakt der Politik, sondern eine Pflichtaufgabe. Man muss sie nicht gebremst hinnehmen, sondern einfordern.
Dazu braucht es keine Debatten, sondern konkrete, lokal begründete Forderungen. Wenn Hitzepläne fehlen, wenn Entsiegelung stockt, wenn Wasserstrategien nicht umgesetzt werden, ist das kein Schicksal, sondern ein administratives Versäumnis.
Kommunale Klimaanpassung ist rechtlich verankert, finanziell förderfähig und politisch begründbar. Man kann sie also nicht nur verlangen, sondern durchsetzen.
Nur wie... haben wir gefragt. Die Antwort lesen Sie vom Copilot: HIER <-KLICK.
Wichtig für uns Bürger hier “unten” ist also, alles zu begreifen und zu verstehen, um etwas zu ändern. Nur wenn wir die Mechanismen und Bremsklötze wirklich erfassen, können wir gezielt ansetzen und Veränderungen bewirken.
Verstehen ist die Voraussetzung für Wandel. Dazu haben kluge Leute bereits viele Gedanken in Filme gepackt. Fragt sich nur, ob "die da oben" sie sich anschauen...
Quelle: Brigitta Möllermann, HESSENMAGAZIN.de





















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