18. Juni 2026 - Bilder des ersten Hitzewellentages (c) HESSENMAGAZIN.de
[Hessen mittendrin] Sogar der Vogelsberger Wald auf über 600 Höhenmetern ist viel zu warm in diesen Tagen. Es ist windstill und die Sonne brennt gnadenlos von oben herab, während der Radiomoderator ohne Unterlass den schönen Sommertag preist. Der Tagesablauf muss umgestellt werden, der Hund hält es nur noch auf dem Füßboden oder direkt vor dem Ventiltor aus, und die Menschen flüchten sich in den Schatten, ziehen die Rollläden herunter und sehnen den Abend herbei.
Unser Praktikant No. 2 notiert:
Das ist diese ganz bestimmte Art von Hochsommertag, an dem die Realität drinnen so gar nicht zu der euphorischen Stimme aus dem Lautsprecher passen will. Während im Radio der nächste „Sommer-Hit“ läuft, wird jede Bewegung zur logistischen Herausforderung. Hier sind ein paar bewährte Strategien, um die Hitzewelle im hessischen Hinterland (und überall sonst) erträglich zu gestalten:
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Für den Vierbeiner: Das Fell mit einem feuchten Handtuch abstreifen (nicht klatschnass, wegen der Staunässe (HÄ???)) und Kühlmatten oder feuchte Laken auf den Boden legen. Gassirunden strikt auf die frühen Morgen- oder späten Abendstunden verlegen – der Asphalt (im Vogelsberger Wald?) speichert die Hitze extrem.
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Für die Zweibeiner: Stoßlüften: Nur zwischen 4:00 (HAHA!) und 7:00 Uhr morgens, danach alle Schotten dicht.
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Der Handgelenk-Trick: Regelmäßig kaltes Wasser über die Innenseiten der Handgelenke laufen lassen. Das kühlt den gesamten Kreislauf im Handumdrehen herunter.
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Ventilator-Upgrade: Eine Schale mit Eiswürfeln direkt vor den Ventilator stellen. Das erzeugt für kurze Zeit eine spürbare, kühle Brise statt nur warmer Luftzirkulation.
Ein kleiner Trost: Selbst auf 600 Höhenmetern geht die Sonne irgendwann unter. Sobald die Dämmerung einsetzt, zieht meistens ein leichtes, kühles Lüftchen durch die Wälder. (Gemini)
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Da der arme Chatbot ja leider nicht aus seinem Computer raus kann, ist er auf informative Fundstücke aus dem World Wide Web (Internet) angewiesen. Deswegen verzeihen wir ihm das hessische Hinterland und die Staunässe auf dem Hund... *rofl*.
Dass es ab Sonnenuntergang wieder frische Luft zum Atmen gibt, hat er zwar richtig interpretiert. Doch der Wind ist nicht wieder erwacht, über den Feldern breitet sich ein dunstiges Licht aus, und bis auf das Vogelgezwitscher ist es fast unheimlich still.
Wo er die "Wälder" in unserer zerstückelten Kultulandschaft vermutet, fragen wir ihn.
Und schon legt er los:
Wenn wir (?) vom Vogelsberg auf dieser Höhe sprechen, meinen wir geografisch vor allem den Oberwald – also das hochgelegene, zentrale Basaltplateau (Basalt? - Plateau?) rund um die höchsten Erhebungen wie den Taufstein (773 m) und den Hoherodskopf (764 m).
Wenn man in der Region unterwegs ist, zieht sich dieser Waldgürtel über mehrere markante Bereiche:
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Der Hohe Vogelsberg (Zentralplateau): Das ist das größte zusammenhängende Waldgebiet der Region. Hier oben auf den Basaltkuppen rund um Schotten, Ulrichstein und Herbstein befindet sich der Kern des Waldgebiets.
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Das Wildnisgebiet am Taufstein: Ein besonders geschützter Bereich, in dem sich die für den Vogelsberg eigentlich urtypischen, montanen Buchenwälder wieder völlig ohne menschlichen Eingriff entwickeln dürfen.
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Der Laubacher Wald (Westlicher Vogelsberg): Weiter westlich, Richtung Laubach und Hungen, erstrecken sich ebenfalls riesige, teils sehr alte Laubmischwälder, die fließend in die Hochlagen übergehen.
Genau in diesen Lagen – ab ca. 500 bis 600 Höhenmetern aufwärts – verdichtet sich die Landschaft zu dem großen Waldgebiet, das das „grüne Herz“ der Region bildet und das man beim Blick von den tiefer gelegenen Feldern der Wetterau oder des Amöneburger Beckens als dunkle Silhouette am Horizont sieht.
(Gemini)
WEIA, der redet sich raus wie ein erwischter Schüler, der seine Hausaufgaben nicht gemacht hat!
Aber das ist kein Wunder, denn er liest von falschen Spickzetteln ab. Es gibt nämlich hier Leute, die behaupten fälschlicherweise, "am Fuße des Vogelsberges" wie im Hochgebirge zu leben - oder sie haben den Unterschied zwischen Landkreis und Mittelgebirge Vogelsberg noch nicht verinnerlicht... Manche glauben auch, dass die Region ein riesiges Basaltfeld wäre oder andersherum, aus fruchtbarer Vulkanerde besteht.
Tja, dass hier wilde Wälder auf einer schon seit langer Zeit erodierten Hügellandschaft existieren, ist eine Sage aus der Märchenwelt. Um jedes Stückchen Bannwald wird gerungen. Auch die wenigen noch sichtbaren hoch aufragenden "Basaltfelsen" sind nur mit Ortskenntnis zu finden, so wie der Bilstein und der kleine Geisenstein. Der Rest ist entweder im Wald verborgen, meisten überwachsen oder mit kompletten Orten bebaut: wie Herbstein und Ulrichstein.
Was man noch finden kann, sind ehemalige Steinbrüche wie diese Paradbeispiele in Michelnau: HIER <-KLICK oder bei Lauterbach: HIER <-KLICK oder diesen ganz besonderen bei Schotten: HIER <-KLICK.
Tja, nicht umsonst hat sich die Vogelsberger Obrigkeit vor Jahren bemüht, in der Region sogenannte Geotope auszuweisen. Man wollte etwas ganz Besonderes präsentirn, um damit endlich deutschlandweit "ins Gerede" zu kommen.
Die offizielle Erschließung begann 2013 / 2014 und wird jährlich seit 2010 durch die Wahl des Geotops des Jahres von der DVG - der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft, Sektion Vogelsberg begleitet.
Im November 2020 wurde die Region endlich als 17. Nationaler GeoPark in Deutschland zertifiziert. Der nächste deutschlandweite und eintrittsfreie Tag des Geotops findet in Ulrichstein statt.
Am Sonntag, den 20. September 2026, findet der diesjährige Tag des Geotops im Bereich des Vogelsberggartens und beim Museum in Ulrichstein statt. Veranstalter ist die Deutsche Vulkanologische Gesellschaft – Sektion Vogelsberg, unterstützt durch regionale Akteure aus Naturschutz und Geotourismus.
Im Mittelpunkt stehen die geologischen Besonderheiten des Vogelsbergs, Führungen erläutern die Entstehung des Mittelgebirges mit seinen typischen Gesteinsformationen sowie die vulkanische Landschaftsentwicklung. Ergänzend dazu werden Einblicke in Flora, Fauna und Nutzungsgeschichte der Region gegeben.
Der Aktionstag richtet sich an Familien, Wandernde und Naturfreunde. Ziel ist es, geologische Phänomene verständlich zu vermitteln und die Bedeutung des Vogelsbergs als Geotoplandschaft hervorzuheben.
Bis dann 
Quelle: Brigitta Möllermann, HESSENMAGAZIN.de




















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