[Hessen und Drumherum] Igel und Maulwürfe sind typische Gartentiere und doch bekommt man sie eher selten zu Gesicht. Um mehr über sie zu erfahren, läuft noch bis 25. Mai 2026 wieder die bundesweite Aktion „Deutschland sucht Igel und Maulwurf“. Nicht nur im Garten, auch in Parks und auf Wiesen kann nach den Kleinsäugern Ausschau gehalten werden. Die gemeldeten Daten fließen in eine wissenschaftliche Studie des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung ein, denn es gibt bisher keine verlässlichen Zahlen zu den Beständen der beiden Tiere in Deutschland.
Bei den Maulwürfen verraten oft nur Erdhaufen ihre Anwesenheit. Daher können auch Maulwurfshügels gemeldet werden. Igel sind vorwiegend in der Dämmerung aktiv und werden so oft gar nicht bemerkt. Trotzdem ist jetzt im Mai die beste Zeit, beide Arten anzutreffen. Denn sie sind gerade auf Partnersuche und darum viel unterwegs. Auch verendete Tiere, etwa an der Straße, sollen gemeldet werden.
Unter Igelsuche.de <-KLICK kann jeder seine Beobachtungen mit Datum und Fundort eintragen, ein Foto hinzufügen und Hinweise zum Fund dokumentieren.
Viele Gartenbesitzende ärgern sich über Maulwurfshügel. Dabei sind Maulwürfe sehr nützliche Tiere. Sie lockern die Erde auf und fressen viele Schädlinge, wie Drahtwürmer und Rüsselkäferlarven. Intensiv genutzte Agrarlandschaften, Stein- und Schottergärten und Mähroboter setzen beiden Kleinsäugetieren stark zu. Der Igel steht auf der Roten Liste der Säugetiere Deutschlands bereits in der Kategorie „Vorwarnliste“. Der Maulwurf wird bislang noch als „ungefährdet“ geführt.
Gut zu wissen
„Deutschland sucht Igel und Maulwurf“ ist ein gemeinsames Projekt von Deutscher Wildtier Stiftung, NABU|naturgucker, Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung, Deutscher Gartenbau-Gesellschaft 1822, NABU und Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV). Ziel der Meldeaktion ist es, möglichst viele Daten zu den beiden Tieren zu sammeln und mittel- bis langfristig Populationstrends erkennen zu können. Aus den Daten können später Schutzmaßnahmen für Igel und Maulwurf abgeleitet werden.
Quelle: NABU