[Hessen und Drumherum] Sie tragen kein Geweih, sondern eine eingebildete Krone. Unsichtbar für andere :-) Doch sie benehmen sich so, als müssten andere niederknien, wenn sie auftauchen. Beziehungsweise mit dem Auto bis in den Graben eines schmalen Fahrweges ausweichen, wenn sie den Asphaltstreifen zu Fuß oder mit dem Fahrrad wie einen roten Teppich für sich persönlich beanspruchen: Alte weiße Männer mit Ortsanspruch.
Sie sind lächerlich und wissen es nicht. Vielleicht haben sie früher ihre Ehefrau "gut im Griff" gehabt, konnten sich zu Hause ungestraft wie Despoten aufführen. Doch heute sind sie aus der Zeit gefallen.
Die Künstliche Intelligenz erkennt hier ein veraltetes Rollen- und Statusverständnis:
Wer es jahrelang – ob im Beruf oder früher oft auch im privaten Umfeld – gewohnt war, dass der eigene Anspruch unwidersprochen bleibt, verändert sein Verhalten. Wenn der Anspruch dann in der Öffentlichkeit der Straße verteidigt wird, wirkt es aus heutiger Sicht deplatziert und skurril.
Die Erwartung, dass andere automatisch Platz machen – sei es im Straßenverkehr oder in der gesellschaftlichen Debatte, stößt heutzutage öfter auf Unverständnis statt auf Unterwerfung.
Durch das Unvermögen zur Selbstreflexion entstehen absurde Situationen, weil diese Männer nicht merken, wie albern ihr Manöver wirkt, wenn sie starrsinnig auf "ihre" Rechte pochen.
Was man in solchen Momenten tun kann, ist, die Szene mit Humor, etwas Abstand und einem Schmunzeln zu betrachten. Nichts lässt eine eingebildete Krone schneller verschwinden als die Erfahrung, dass sie nicht beindruckt :-)
Quelle: Gemini
Mag sein dass man die "Randfigur" achselzuckend links liegen lassen kann, wenn sie uns nicht persönlich angeht wie HIER: Alte Männer, auf Krawall gebürstet <-KLICK.
Fakt ist jedoch: Die selbsternannten Platzhirsche gehen selten auf ihre eigenen Artgenossen los.
Auffallend ist, dass sie mit ihrem besonders ausgeprägten Überlegenheitsgefühl und dem Hang zur Abwertung anderer Menschen ihre Aggression oder Verachtung hauptsächlich gegen Frauen richten.
Gemini findet dafür verschiedene psychologische und soziologische Gründe:
1. Verunsicherung durch Macht- und Rollenverlust
- Personen, die in tradierten, patriarchalen Mustern sozialisiert wurden, definieren ihren Selbstwert oft über eine nicht hinterfragte Autorität.
- Wenn Frauen heute selbstbewusst, unabhängig und erfolgreich auftreten, wird dies von solchen Personen nicht als gleichberechtigte Normalität wahrgenommen, sondern als Bedrohung des eigenen Status.
- Der Versuch, Frauen niederzumachen, ist oft ein verzweifelter Reflex, ein verschwindendes Gefühl von Kontrolle und Überlegenheit wiederherzustellen.
2. Vermeintlich „leichtere“ Angriffsfläche
- Über Jahrzehnte hinweg wurde die Abwertung von Frauen gesellschaftlich toleriert oder wurde heruntergespielt.
- Männliche Domanzgebärden wurden als „Durchsetzungsstärke“ verklärt, während Kritik von Frauen als „zickig“ oder „hysterisch“ abgetan wurde.
- Wenn solche Personen auf Frauen treffen, hoffen sie oft (fälschlicherweise ;-) auf wenig Gegenwehr zu stoßen oder dass die Frau nachgibt und Platz macht – sei es im übertragenen Sinne in Diskussionen oder ganz konkret im Alltag.
3. Kompensation eigener Minderwertigkeitsgefühle
- Wer eine „eingebildete Krone“ trägt, leidet tief im Inneren oft an einer fragilen Eigenwahrnehmung. Um die eigene Unsicherheit zu überdecken, wird nach Außen Härte demonstriert.
- Frauen werden dabei zur Zielscheibe oder zum Sündenbock gemacht, weil die eigene Ohnmacht gegenüber einer sich verändernden, modernen Welt auf sie projiziert wird.
Fazit
Wer versucht, gezielt Frauen herabzusetzen und in die Ecke zu drängen, demonstriert damit keineswegs Stärke, sondern legt vor allem die eigenen Denkmuster aus vergangenen Zeiten und seine tief sitzende Verunsicherung offen. Und zwar mit einem patriarchalen "Buh", das umso lauter und aggressiver wird, je mehr das Spiel an Bedeutung verliert. (Quelle: Gemini)

Quelle: Brigitta Möllermann, HESSENMAGAZIN.de