Symbolbild Pressekonferenz (c) Gemini
Highnoon: Am Donnerstag, den 6. August 2026 sind (nur) Presseleute um 12 Uhr mittags zu einer Konferenz auf die Wiese vor dem Bundeskanzleramt (Willy‑Brandt‑Straße 1 in Berlin) eingeladen. Gastgeber ist ein Bündnis führender Klima‑, Umwelt‑, Sozial‑ und Gesundheitsorganisationen, das die Bundesregierung auffordern will, endlich Verantwortung zu übernehmen - angefangen damit, einen Hitzegipfel einzuberufen.
Auf der Konferenz werden die Auswirkungen der Klimakrise für die Gesellschaft und für unseren Alltag beleuchtet und Vorschläge erbracht, wie diese Krisenspirale durchbrochen werden kann:
"Europa erlebt immer häufiger extreme Hitze, Dürren, Ernteausfälle, Waldbrände und Wasserknappheit. Diese Entwicklungen setzen Menschen, der Natur und der biologischen Vielfalt massiv zu und bedrohen zugleich Wirtschaft und Infrastruktur. Auch in Deutschland wurden diesen Sommer Hitzerekorde gebrochen; knapp 10.000 Menschen sind bis Mitte Juli an den Folgen extremer Hitze gestorben." (Zitat Einladung)
Die Kritik des Bündnisses
Während Extremhitze längst Menschenleben fordert und Kommunen ohne verbindliche Leitlinien arbeiten müssen, bleibt die Bundesregierung bei Schutz, Steuerung und Finanzierung auffallend passiv und schwächt in dieser Situation sogar noch zentrale Instrumente des Klimaschutzes, indem sie Mittel für notwendige Investitionen zur Klimaanpassung kürzt.
Das Bündnis will deshalb öffentlich Druck machen, damit die Klimakrise entschlossen begrenzt wird.
Mit dabei sind unsere Ritter der Natur:
- Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND),
- Greenpeace Deutschland,
- Naturschutzbund Deutschland (NABU),
- WWF Deutschland
sowie ein auf ein Dutzend erweiterter politisch sehr durchsetzungsstarker Kreis:
- Deutsche Umwelthilfe (DUH),
- Arbeiterwohlfahrt (AWO),
- Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG),
- Deutscher Mieterbund (DMB),
- Fridays for Future,
- GermanZero e.V.,
- Gaswende,
- Klima-Allianz Deutschland
Schon der bundesweite Hitzeaktionstag im Juni, getragen von über 100 Organisationen aus dem Gesundheits- und Sozialwesen sowie der Zivilgesellschaft, sollte zeigen, wie umfangreich die gesundheitlichen Risiken von Extremhitze sind und damit die gesellschaftliche Erwartung an wirksamen Hitzeschutz ist.
Hintergrund Information
Die Bundesregierung setzt beim Hitzeschutz auf den verwaltungsüblichen Minimalkurs: informieren statt regulieren, appellieren statt handeln. Dass dieser Weg so lahm bleibt, hat strukturelle Gründe – politische Risikovermeidung, föderale Zuständigkeitsdiffusion und die "Angst" vor finanziellen Verpflichtungen. Doch dieser Kurs nicht mehr nur unzureichend, sondern inzwischen erklärungsbedürftig. Die Diskrepanz zwischen gesellschaftlichem Druck und politischer Trägheit wird zum eigentlichen Befund.
Wer nach der jetzigen Intervention nicht handelt wird, lässt die Bevölkerung bewusst im Risiko stehen.
PS: Auch die Kollegen aller Presse-Medien sind gefordert!!!
Quelle: Presseeinladung BUND, Zusammenstellung: Brigitta Möllermann, HESSENMAGAZIN.de