[Fulda-Neuhof] Der hessische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert aufgrund der fortschreitenden Versalzung des Grundwassers im Umfeld der Kalihalde Neuhof umgehende Maßnahmen. Nach Einschätzung des Verbandes zeigt die aktuelle Entwicklung, dass der Schutz des Grundwassers deutlich stärker priorisiert werden muss.
BUND‑Landesvorsitzender Jörg Nitsch erklärt, die Ausbreitung der Versalzung müsse schnellstmöglich gestoppt werden. Zugleich stellt der Verband die Frage, weshalb weder K+S noch die zuständigen Aufsichtsbehörden die dramatische Entwicklung früher erkannt haben.
Das bestehende Grundwassermonitoring habe seinen Zweck verfehlt, wenn zunehmende Belastungen nicht rechtzeitig festgestellt und Gegenmaßnahmen eingeleitet würden.
Zentral ist für den BUND Hessen die Klärung der Ursachen. Die Einschätzung des Gutachters Dr. Ralf Krupp zu den Prozessen innerhalb der Kalihalde hält der Verband für plausibel; alternative Erklärungen seien derzeit nicht erkennbar.
Die vorliegenden Gutachten zeigen, dass sich der bislang unbekannte „Salzsee“ unter der Halde weiter vergrößert. Hinweise deuten darauf hin, dass sowohl ein hydraulischer Kontakt zum Hauptgrundwasserleiter als auch die Verschüttung des Vorfluters eine Rolle spielen könnten.
Das wissenschaftliche Team um Prof. Traugott Scheytt regt weitere Untersuchungen an und beschreibt die hydraulische Situation im Bereich der Alten Wiese‑Quelle als unübersichtlich.
Quelle Text: BUND Hessen
Sich schlau machen zum Thema
Bereits am 16.01.2026 berichtete die Hessenschau, dass die Versalzung des Grundwassers rund um die Kalihalde Neuhof deutlich gravierender ist als bisher angenommen. Unter der Halde hat sich demnach ein wachsender Salzsee gebildet, dessen Ausmaß bislang unbekannt war. Fachleute vermuten, dass dort eine Verbindung existiert, durch die Wasser fließt und das Haldenwasser mit dem Grundwasserleiter verbindet. So kann salzhaltiges Wasser aus der Halde in tiefere Schichten gelangen – oder umgekehrt Wasser in die Haldenbasis aufsteigen und dort Salz lösen.
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Quelle: Brigitta Möllermann, HESSENMAGAZIN.de